VDA Symposium 2018

Astrologie und Religion

Erfolgreiches VDA Symposium 2016

Das Symposium zum Thema «Astrologie und Astronomie – wie ist der Zusammenhang?» hat die Erwartungen der Organisatoren voll erfüllt. Die Referate haben alle wichtige Impulse zum Thema eingebracht, was in den folgenden lebhaften Diskussionen aufgegriffen wurde.  

Das Eingangsreferat von Dieter Koch griff die Geschichte der Sterndeutung von der Frühzeit bis heute auf.  Er zeigte die frühen Formen der Astrologie mit den Astralreligionen und den Ritual-Kalendern auf, die später zur babylonischen Staatsastrologie und danach zur individuellen Geburtshoroskopie führten. Interessant im Zusammenhang mit dem Thema des Symposiums war, das die Babylonier die Horoskope aufgrund der direkten Beobachtung erstellten, während in der folgenden griechischen Epoche dies mehrheitlich berechnet wurde. 

Referenten und Organisatoren des VDA Symposiums 2016, v.l.n.r: Dieter Koch, Rafael Gil Brand, Sebastian Voltmer, Heidi Treier, Rolf Baltensperger
v.l.n.r: Dieter Koch, Rafael Gil Brand, Sebastian Voltmer, Heidi Treier, Rolf Baltensperger

Raphael Gil Brand erläuterte die Hintergründe zum siderischen und tropischen Tierkreis. Beides sind symbolische Tierkreise mit gleichmässiger Zwölfteilung, aber unterschiedlichem Nullpunkt. Auch wenn heute in der westlichen Astrologie fast ausnahmslos der tropische Tierkreis verwendet wird, zeigte er an Beispielen auf, dass auch nach Ptolemäus noch oft der siderische Tierkreis im Westen benutzt wurde. Das Referat von Rolf Baltensperger ging auf mögliche Regeln zur Etablierung neuer Horoskopfaktoren ein. Seit der Erfindung vom Teleskop konnten viele neue Himmelskörper in unserem Sonnensystem entdeckt werden. Es kann aber keine Systematik ausgemacht werden, weshalb Chiron von vielen Astrologen verwendet wird, während die viel früher entdeckte und wesentlich grössere Ceres keine Beachtung findet. Im zweiten Teil des Vortrages sind direkte astronomische Konjunktions-Beobachtungen mit dem Abbild im Horoskop verglichen worden. Oft unerwartete Differenzen entstehen durch die im Horoskop verwendeten ekliptikalen Positionen, welche die räumliche Dimension nicht berücksichtigen und am Beispiel Eris eklatant zu Tage treten. Die folgende Publikumsdiskussion zu einer möglichen verbesserten Horoskoptechnik nahm unter anderem die Berechnung der wahren Aspekte auf, wie sie bereits bei der Astrokartografie verwendet wird. Dabei wird die dritte Dimension berücksichtigt und eine Konjunktion stimmt mit der direkten Beobachtung überein. Sebastian Voltmer brachte uns die Entwicklungen in der Astronomie näher, die auch mit der historischen Verlagerung des Weltzentrums verbunden ist. Aktuelle Themen in der Astronomie sind die dunkle Materie und die dunkle Energie, die mit bisherigen physikalischen Methoden nicht erkannt werden können. Insgesamt kann die Wissenschaft zurzeit nur 5 % der im Universum vorhandenen Materie und Energie erklären, erstaunliche 95 % entziehen sich den bekannten Erklärungsmodellen und können nicht erfasst werden. Interessant war auch die neue Erkenntnis mit den Gravitationswellen, dass diese um Himmelskörper eine Art Haarstruktur aufweisen. Die anschliessende Publikumsdiskussion drehte sich um aktuelle Themen zur Astrologie in der Gesellschaft. Während die vereinfachende Trivialastrologie populär und in den Medien sehr präsent ist, kann sich die fundierte Fachastrologie wenig Gehör verschaffen. In etlichen Bereichen wie der Wissenschaft, der Wirtschaft oder staatlichen Organisationen ist es kritisch, wenn man sich öffentlich zur Anwendung der Astrologie bekennt. Es wurde aber auch festgestellt, dass Wissensträger aus diesen Gebieten sich eher neutral verhalten, während mehr Laien als vehemente Kritiker auftreten. Weiter wurde ausgesagt, dass die jüngere Generation viel weniger ideologisch mit der Astrologie umgeht und diese eher anwendet, wenn die Nützlichkeit erkannt wurde. Das letzte Referat zum Wirkzusammenhang Astronomie – Astrologie hielt Dieter Koch und er zeigte die Erklärungsansätze von der Antike bis zur Gegenwart auf. Bei den Babyloniern wurden Omen gedeutet und nebst Himmelskörpern auch ein Halo des Mondes oder der Sonne miteinbezogen. Zur Natur dieses Wirkzusammenhanges äusserten sich später u.a. auch Aristoteles, Plotin und Thomas von Aquin. In der Neuzeit wird in der westlichen Astrologie die Synchronizität nach C.G. Jung favorisiert. In der anschliessenden Publikumsdiskussion zum Thema trat als Konsens hervor, dass wir eigentlich nicht wissen, worin der Zusammenhang besteht, diesen aber immer wieder in Evidenzerlebnissen feststellen können. Insofern besteht eine Parallele zu vielen Grundlagen der Physik wie zum Beispiel der Gravitation, die zwar immer wieder festgestellt werden kann, aber letztendlich nicht im wissenschaftlichen Sinne bewiesen werden kann.

Die VDA Symposien haben zum Ziel, den Diskurs in der Astrologie zu fördern und öffentlich verfügbar zu machen. Zu aktuellen oder die Grundlagen betreffenden Themen soll eine fachliche Auseinandersetzung mit Referaten und folgenden Diskussionen mit den Teilnehmern stattfinden. Die wesentlichen Ergebnisse werden publiziert und sollen im Internet gut auffindbar sein.

Die Publikationen zum VDA Symposiums 2016 werden hier veröffentlicht und es ist noch in Arbeit, so dass in Kürze hierzu weiteres zu erfahren sein wird.

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Mitglieder

VDA Symposium 3./4. März 2018

Das nächste VDA Symposium wird am in Zusammenarbeit mit dem Astrokongress in Lippstadt (DE) vom  2. - 4 März 2018 durchgeführt. Das Thema ist "Astrologie und Religion" mit Referaten und ausführlichen Diskussionen.

Teilnehmer:

  • Gustav-Adolf Schoener
  • Wilfried Schütz
  • Rafael Gil Brand
  • Klemens Ludwig
  • Wolfgang Steven (Moderation)

Das Symposium beginnt am Sa 3. März ab 14:00 und endet am So 4. März um 13:00, so dass für Symposiumsteilnehmer eine Übernachtung ausreichen wird. Der Astrokongress Lippstadt beginnt schon früher am Fr 2. März ab 19:00; weitere Infos dazu siehe unter http://www.lummer.de/astro-kongress-lippstadt.

Bitte den Termin vormerken, in Kürze werden weitere Informationen dazu hier veröffentlicht werden.


Nachruf: Maria Luise Mathis 


Wir trauern um Maria Luise Mathis. Sie ist am 8. März 2017 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Sie war als Präsidentin des Österreichischen Astrologenverbandes Mitbegründerin der VDA im 2004 gewesen. Seither war sie aktiv im Vorstand als Rechnungsführerin und hat die weitere Entwicklung unserer Organisation mitgeprägt. Zeitlebens hat sie sich für die Astrologie eingesetzt als Lehrkraft, Schulgründerin, internationale Referentin, Autorin von Fachbeiträgen und Büchern und nicht zuletzt als Förderin der Astrologie als Berufsstand in Österreich. Ihren offenen Geist hat sie in die VDA eingebracht und die überregionale Vernetzung unter den Astrologen war ihr immer ein Anliegen. Sie war über viele Jahre an jeder bedeutenden astrologischen Veranstaltung im deutschsprachigen Raum präsent und war immer im Gespräch mit anderen anzutreffen. 
Mit Maria Luise Mathis verlieren wir eine grosse Astrologin und weltoffene Frau, die viel zur Verbesserung des Ansehens der Astrologie in der Gesellschaft beigetragen hat. 
Möge sie in uns weiter als Stern leuchten. 

Rolf Baltensperger

Folgend der Nachruf des Österreichischen Astrologenverbandes oeav:

Wir trauern, doch im Bewusstsein
Du wirst als Stern weiterhin für uns leuchten
erhalten wir Trost.

„Ich habe Ideen für ein neues Buch, teilweise ist das Manuskript schon fertig. Kannst du dir vorstellen, dass wir das wieder gemeinsam machen?“ fragte mich Maria Luise Mitte November 2016. Das Buch sollte vor dem Jubiläumskongress des Deutschen Astrologenverbandes fertig sein. Im Jänner wollten wir damit beginnen, dazu ist es aber leider nicht mehr gekommen.

Das Herz von Mag. Maria Luise Mathis, dieser großartigen Frau, die mit Leib und Seele Astrologin war, hat am Weltfrauentag, am 8. März 2017, für immer zu schlagen aufgehört.

Ihr Herz schlug für ihre große Familie, sie hatte 4 Kinder und 9 Enkelkinder, und besonders stark für die Astrologie. Schon ab dem 14. Lebensjahr galt ihr Interesse der Astrologie und Psychologie. Nach dem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften war sie für das Controlling im Unternehmen ihres Mannes verantwortlich. Parallel dazu absolvierte sie ihre Ausbildung in traditioneller Astrologie und ergänzte ihre Studien in psychologischer und esoterischer Astrologie. Zusätzlich erwarb sie später noch das Diplom für die Vedische-Astrologie. Als Lebens- und Sozialberaterin eröffnete sie vor 30 Jahren in Baden bei Wien ihre astrologische Praxis AstroConsulting®. Und in der von ihr gegründeten Österreichischen Schule für Astrologie - Astromatis® - gab sie ihr großes Wissen in Ausbildungsseminaren sowie Fortbildungskursen weiter. Als Diplom-WIFI-Trainerin leitete sie am Wirtschaftsförderungsinstitut St. Pölten ebenso mehrere Astrologie-Lehrgänge. In den letzten Jahren konnte sie noch als Unternehmensberaterin wirken.

Am 22. Oktober 2002 gründete sie gemeinsam mit einigen engagierten AstrologInnen den Österreichischen Astrologenverband - kurz oeav, dem sie seit der amtlichen Eintragung, am 26. März 2003, als Präsidentin vorstand. Es war ihr immer ein großes Anliegen, das Image der Astrologie zu heben. Unermüdlich setzte sie sich dafür ein, dass die professionelle Astrologie als Beruf in der Wirtschaftskammer anerkannt wird. Es ist unter anderem ihrem Engagement, in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Fachgruppe, zu verdanken, dass es heute nicht nur ein eigenes Berufsbild sondern auch Ethikrichtlinien für Astrologen gibt.

Maria Luise Mathis ist weit über die Grenzen Österreichs als herausragende Persönlichkeit, die stets bescheiden, freundlich und liebenswürdig war und mit Empathie ihre Mitmenschen wahrnahm, bekannt und verehrt. Als Astrologin hat sie sich durch ihr umfassendes Wissen, ihre Fachkompetenz und ihren Forschergeist, sowohl als Referentin ihrer professionell vorbereiteten Vorträge und Workshops, als auch als Autorin ihrer astrologischen Fachbücher sowie mit unzähligen Artikeln in Fachzeitschriften, international einen großen Namen gemacht. Sie bereitete sich für die Beratungen ihrer KlientInnen gewissenhaft vor, bot fast jedes Wochenende Ausbildungsseminare oder Fortbildungskurse an und reiste im Dienste der Astrologie von Kongress zu Kongress oder Tagungen, wo sie zahlreiche Vorträge, sowohl im deutschsprachigen Raum, als auch in England und den USA hielt. Ihr grenzenloses Pflichtbewusstsein hinderte sie, sich selbst ein wenig Auszeit zu gönnen.

„Maria Luise, besonders in den letzten Jahren warst Du eine Kerze, die an beiden Enden brannte… Nun ist Dein Lebenslicht erloschen, doch Du wirst als Stern weiterhin für uns leuchten. Du hast uns einen Weg vorgegeben, den wir selbstverständlich im Angedenken an Dich weitergehen werden.“

In unseren Herzen bleibst Du immer lebendig.

Ingeborg Schiessler und das oeav Team

Österreichischer Astrologenverband e.V.

Sekretariat: Eichkogelstraße 20/3

2353 Guntramsdorf

office@astrologenverband.at

www.astrologenverband.at



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Neue Medien verfügbar

Die Vorträge vom VDA Symposium 2016 sind alle als Audioaufzeichnung verfügbar, teils mit ergänzenden Scripts oder Präsentationen.

Link zu den Medien vom VDA Symposium 2016